Zahlen, Daten, Fakten
Die Fälle des Diebstahls unter erschwerenden Umständen sind entgegen dem Vorjahrestrend um 0,7 Prozent auf 1.247.414 leicht angestiegen. Stark angestiegen gegenüber dem Vorjahr ist der Diebstahl aus unbezogenen Neu- und Rohbauten, Baubuden und Baustellen (+10,2 Prozent auf 18.584 Fälle). Im Unterschied zum letzten Jahr haben 2007 die Fälle des Wohnungseinbruchdiebstahls um 2,8 Prozent auf 109.128 Fälle zugenommen. Etwas weniger deutlich, nämlich um 1,7 Prozent, fiel dabei der Anstieg der Fälle beim Tageswohnungseinbruch (auf 39.451 Fälle) aus.
Im „Wohnungseinbruchdiebstahl“ (Wohnraumeinbruch) ist auch der „Villen-/ Einfamilienhauseinbruchdiebstahl“ mit 1.265 erfassten Fällen enthalten, was einem Anteil von 18,2% entspricht (Vorjahr: 11,8%). Hier gab es gegenüber 2006 einen starken Anstieg um 523 Fälle (+70,5%). Die Steigerungen waren insbesondere auf Einbruchserien in den ersten drei Monaten in Einfamilienhäusern im Bereich Rahnsdorf und Wilhelmshagen zurückzuführen. Bei den Einbrüchen in Wohnungen kam es 2007 wieder vermehrt zu „Riegelziehertaten“ sowie „Einsteigetaten“ durch offene bzw. nach Entriegelung angekippter Fenster oder Oberlichter. Bei den Einbrüchen in Villen bzw. Einfamilienhäuser handelt es sich oft um „(Rahmen)-Bohrertaten“.
Auch beim einfachen Baustellendiebstahl gab es einen Anstieg (953 Fälle, +72 Fälle, +8,2%). Nach wie vor spielt der Buntmetalldiebstahl eine Rolle.
Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen/Einfamilienhäuser ist in Berlin im Jahr 2006 um 3,7 % gestiegen. Die Zahl der Einbruchversuche lag bei 37,4% und ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen (34,1% im Jahr 2005), was weiterhin für wirksame Sicherungstechnik spricht.
Der Anteil der Fälle beim Wohnungseinbruchdiebstahl, in denen die Tathandlung im Versuchsstadium abgebrochen wurden, ist im Jahr 2006 auf 40,4% (3.411 Fälle) angestiegen.
Sicherungstechnik verhindert 1.427 Einbrüche Dass Wohnungseinbrüche immer öfter an Sicherungstechnik scheitern, zeige in Bayern auch der Anstieg der versuchten Wohnungseinbrüche (bei rückläufiger Zahl der Wohnungseinbrüche um 0,4%): Der Versuchsanteil sei kontinuierlich von 34% im Jahr 1997 auf 41,1% in 2006 gestiegen. Bei der elektronischen Absicherung von Gewerbeobjekten mit EMA wurden mit einem Anteil von 46% die meisten Erfolge nach einer kombinierten Alarmierung erzielt (nur örtlicher Alarm: 38%; nur Fernalarm: 16%). Insgesamt 62 Einbrecher konnte die bayerische Polizei infolge von EMA-Alarmierungen am Tatort oder in Tatortnähe festnehmen.
LKA Bayern 2006
Vom Wohnungseinbruch bis zum Fahrraddiebstahl - Massendelikte im Bereich Diebstahl waren 2005 in fast allen Bundesländern rückläufig. Als Ursache nennen die Innenminister insbesondere eine gewachsene Sensibilisierung für mehr und besseren Eigenschutz sowie verbesserte sicherheitstechnische Absicherung. Neben dem anhaltenden Rückgang der Auto-Diebstähle dank elektronischer Wegfahrsperren nutze die Sicherheitstechnik vor allem Haus- und Wohnungsbesitzern. Das wird an der hohen Quote abgebrochener Einbrüche deutlich. In Baden-Württemberg, Hessen und anderen Bundesländern liegt sie bei ca. 40 Prozent.
Bei der Sicherung gewerblichen Eigentums sieht der Rheinland-Pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch Nachholbedarf. Bei Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen registrierte die Polizei deutlich steigende Deliktzahlen. Daher fordert Innenminister Bruch auf: Auch Unternehmer sollten verstärkt in Sicherheitstechnik investieren.
Schutz lohnt sich, und Sicherheitstechnik ist ein wichtiger Baustein um vorzubeugen. Eine jährliche Statistik des Landeskriminalamtes (LKA) Bayern beweist, wie effektiv es ist, sich vor Einbruch zu schützen. Laut LKA verhinderte Sicherheitstechnik allein in Bayern in den vergangenen fünf Jahren knapp 6.000 Einbrüche.
LKA Bayern 2005